Kontakt Aktuelles

Daten & Fakten

Eintragung der Genossenschaft Januar 2011
Baubeginn Februar 2012
Erstbezug Juni 2013
Investitionssumme (inkl. Grundstück) ca. 8 Mio €
Wohn- und Gewerbeeinheiten45
Vermietete Gesamtnutzflächeca. 3.540 m²
Eigenkapital (Stand 2017)
(Genossenschaftsanteile und Nachrangdarlehen)
ca. 5,0 Mio €
Mitglieder (Stand 2017)206
Prüfungsverband:
PdK e.V. Schönhauserallee 10-11, 10119 Berlin

Konzeption

Die VAUBANaise eG bietet ein Dach für ein neues inklusives Wohnen, auch für Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf. 

Die VAUBANaise ist ein Haus für Junge und Alte, Familien und Alleinstehende, für Menschen mit und ohne Handicap, für solche mit Pflege- und Assistenzbedarf. Entscheidend ist der Wille zur nachbarschaftlichen Unterstützung. Die Bewohnerinnen und Bewohner können (nicht müssen!) einander im Alltag entsprechend ihrer Fähigkeiten unterstützen. Das Nutzungskonzept der VAUBANaise vereint somit unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen. Vielfalt als Bereicherung zu entdecken, eine Erkenntnis, die nur im konkreten Alltag miteinander erlebt und erlernt werden kann.

Individuelle Vertragsverhältnisse – ein entscheidendes Strukturmerkmal

Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat einen eigenständigen genossenschaftlichen Mietvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag ist völlig unabhängig davon, ob ein Handicap vorliegt oder nicht und welchen Grad dieses Handicap hat. Falls Assistenz- und Pflegeleistungen gewünscht und erforderlich sind, werden diese durch einen Dienstleister erbracht, der mit den entsprechenden Bewohnerinnen und Bewohner eigenständige Dienstleistungsverträge abschließt.

Wohnungskontingente

Um die vielfältige Belegungsstruktur bei der VAUBANaise sicherstellen zu können, wurden bereits in der Projektierungsphase Wohnungskontingente festgelegt. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Ansatz der Inklusion auch umgesetzt und gelebt werden kann.

Konkret: die Nutzungsstruktur

Wohngemeinschaft für 5 junge Erwachsene mit unterschiedlichem Assistenzbedarf

Auf ca. 230 m² leben 5 junge Erwachsene mit zum Teil erheblichen kognitiven und körperlichen Handicap zusammen; auch mit erhöhtem Assistenz- und Pflegebedarf, der bislang vorrangig in stationären Einrichtungen erbracht wurde. Eine Nachtbereitschaft ist sichergestellt.

Einzelwohnungen für 6 junge Erwachsene mit unterschiedlichem Assistenzbedarf

6 BewohnerInnen mit gewissen kognitiven Einschränkungen und unterschiedlichem Assistenz- und Pflegebedarf wohnen in einem Bereich (ca. 340 m²) des 2. Obergeschoßes in Einzelwohnungen, die jedoch durch eine Gemeinschaftsfläche verbunden sind. Eine gegenseitige Unterstützung und ein Zusammenleben wird durch diese architektonische Lösung ermöglicht.

Wohngruppe Vaubanaise Plus (Betreuung und Pflege)

Diese Gruppe besteht aus 12 Menschen unterschiedlichen Alters, die ca. 570 m² bewohnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind kognitiv nicht eingeschränkt, haben jedoch durch Krankheit oder Unfall einen zum Teil sehr hohen Betreuungs- und Pflegebedarf. 

Freie Vergabe 

Das weitaus  größte Kontingent der VAUBANaise besteht aus Wohnungen unterschiedlicher Größe für Familien, Paare, Alleinstehende..., also, für alle, die das inhaltliche Konzept der VAUBANaise spannend finden und mit gestalten möchten.

Gemeinschaftsraum und Vernetzung

Die VAUBANaise bündelt auf genossenschaftlicher Grundlage die Interessen und Ideen des Zusammenwohnens. Ein großer Gemeinschaftsraum für alle Bewohnerinnen und Bewohner ist deshalb entstanden. Die Vernetzung des inklusiven Wohnens bei der VAUBANaise mit den sich entwickelnden Inklusionsansätzen im Quartier ist ganz entscheidend. 

Die Genossenschaft und ihre Finanzierung

Zu diesem Miteinander passt die Rechtsform der Genossenschaft. Genossenschaften stehen seit über 130 Jahren für Engagement und Solidarität. Bürgerschaftliche Initiativen zu organisieren um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, sind Antrieb genossenschaftlichen Denkens und Handelns. Die genossenschaftliche Idee setzt Transparenz, Solidarität und Mitbestimmung für alle Mitglieder an oberste Stelle und funktioniert seit langem nach dem Prinzip "viele kleine Anteile ermöglichen etwas Großes", dadurch privat finanziert, ohne staatliche Unterstützung und Hilfe.

Die genossenschaftliche Finanzierung ist eine bürgerschaftliche Finanzierung.

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